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17. September 2008

Belohnungssystem wird laut Studie im Alter immer schwächer

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Nach den Ergebnissen ihrer Experimente erklären Forscher, dass die Produktion des Botenstoff Dopamin mit zunehmenden Alter nachlässt. Dopamin ist für die Erzeugung von Belohnungsreizen zuständig, welche wiederum die Freisetzung der für Glücksgefühle verantwortlichen Endorphine verursachen.

"Das Belohnungssystem im Gehirn reagiert bei jüngeren Menschen stärker auf Belohnungsreize als bei älteren. Dies hängt damit zusammen, dass der Botenstoff Dopamin mit zunehmendem Alter in geringeren Mengen hergestellt wird, wie ein Forscherteam um Karen Berman vom National Institute of Mental Health (NIMH) in Bethesda (USA) herausfand.[...]

dem sie auf einem Bildschirm einen Spielautomaten sahen. Zunächst wurde den angezeigt, welchen Betrag man im folgenden Durchgang gewinnen konnte, anschließend wurde der gewonnene Betrag eingeblendet. Gleichzeitig nahmen die Wissenschaftler mit einem Magnetresonanztomografen (MRT) Bilder des Gehirns auf. Sowohl wenn die Probanden einen Gewinn erwarteten als auch wenn sie einen Gewinn erhalten hatten, reagierten bestimmte Regionen des Gehirns bei den Jüngeren deutlich stärker als in der Gruppe der Älteren. Es handelte sich dabei um Gebiete im mittleren und vorderen Teil des Gehirns, die zum Belohnungssystem gerechnet werden.[...]

Quelle

Was das Experiment jedoch nicht beachtet, ist die Methode, mit der sie versuchen Glücksgefühle auszulösen. Zunächst einmal handelt es sich um Glücksspiel, erfordert also keine wirkliche Anstrengung. Zweitens verspricht der Ausgang des Spiels einen Geldgewinn. Während die jüngere Generation anscheinend stärker auf den vermeintlichen Geldsegen anspricht, scheint diese Art der Belohnung ältere Menschen kalt zu lassen. Der jüngeren Generation steht ihr Leben noch bevor und sie müssen für die Zukunft planen, sprechen somit stärker auf diese Art der Belohnung an. Die Generationendifferenz dürfte ebenfalls eine Rolle spielen, ist die heutige Attitüde doch eher die, durch Konsum und wenig Anstrengung vergängliche Freuden zu erlangen. Ältere Menschen beziehen ihr Glück nicht aus diesen kurzweiligen Glücksmomenten, die sie ohne Leistung erreichen können. Im reifen Alter haben sie erkannt, dass Zufriedenheit vorallem aus den Dingen im Leben entsteht, die langfristig glücklich machen, sei es die Enkel aufwachsen zu sehen und ihnen mit Rat zur Seite zu stehen, oder die Pflege eines großen Gartens unter körperlicher Last. Dementsprechend träge reagieren sie auf einen vermeintlichn Geldgewinn.

Rose


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