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08. September 2008

Römischer Bürgermeister "relativiert" den Faschismus

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Der römische Bürgermeister Giovanni Alemanno hat sich geweigert den Faschismus als "absolut böse" zu generalisieren.

Alemanno hatte in einem Interview der Zeitung «Corriere della Sera» am Sonntag die von Benito Mussolinis Regime 1938 erlassenen Rassegesetze als «absolut böse» bezeichnet. Den Faschismus wollte er aber nicht genauso scharf verurteilen: «Faschismus ist ein komplexeres Phänomen», sagte der rechtsgerichtete Politiker, der Mitglied des Bündnisses Popolo della Liberta von Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist. «Viele Leute sind in gutem Glauben Mitglied geworden, und ich möchte sie nicht mit dieser Definition belegen. Quelle »

Alles was wir hier sehen ist jemand, der reflektiert und ganz im Gegensatz zum Zeitgeist, nicht nur voller Scham auf seine eigene Geschichte sieht. Es kann versucht werden Ereignisse objektiv zu betrachten und zu diskutieren, aber heutzutage ist ja oftmals garnichtmehr der Inhalt einer Aussage entscheidend, sondern die Aussage selbst. Der Betroffene wird unter strengen Blicken und erhobenen Fingern schnellstmöglich in eine Schublade gesteckt und im Hintergrund wird, wenn möglich, sein Leben zerstört. Man darf gespannt sein, wie sich obige Situation entwickelt.
Harm Wulf


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