Archiv


XML




Suche


© 2008 G.N.U.S.

05. September 2008

Europaabgeordnete wollen Geschlechter abschaffen

« Ein weiterer Schritt … | Home | Das neue Ego »

Naja, schon etwas überspitzt, aber ein Grundstein wird schonmal gelegt, denn es soll jetzt ein Modell erarbeitet werden, das jede Form von Diskriminierung gegenüber Geschlechtern verhindern soll, was dann praktisch so aussieht:

Was waren das noch für Zeiten, als uns die Waschfrau „Klementine“ aufklärte, wie Wäsche „nicht nur sauber, sondern rein“ wird - und sich die Autowerbung noch allein an den Mann im Hause richtete. Da kommt die heutige Werbung meist emanzipierter daher. Nach Ansicht des Europaparlaments aber, ist das alles noch nicht genug. Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Europaabgeordneten nun in Brüssel dafür, dass jedes sexistische Klischee in der Fernsehwerbung künftig tabu sein soll: Keine Hausfrau hinter dem Herd oder vor der Waschmaschine mehr also, aber auch kein starker Hausmann mehr, der den Rasen trimmt. Schließlich fordert das Europaparlament pauschal, dass „traditionelle Geschlechterrollen in Frage gestellt werden müssen, wenn die Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden soll“. Geschlechterstereotype sollen deshalb nicht nur aus der Werbung, sondern auch aus Spielzeug, Schulbüchern, Computerspielen, Videos und dem Internet verbannt werden. Werbung allerdings spielt durchaus eine herausgehobene Rolle: Schließlich könne „verantwortungsvolle Werbung einen positiven Einfluss auf die Wahrnehmungen der Gesellschaft von Themen wie ,Körperbild', ,Geschlechterrollen' und ,Normalität' haben“ und „ein wirksames Instrument sein, um Stereotype in Frage zu stellen und anzugehen“. Quelle

Das soll einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Gesellschaft von "Normalität" haben? Diese Personen leugnen selbst die offensichtlichsten Unterschiede zwischen Menschen und das ist bestimmt nicht "normal". Nicht nur, daß alle Kulturen vernichtet werden sollen, um die Menschen gleicher zu machen, sogar die Geschlechtsunterschiede sollen wegradiert werden. Mit Nummern werden Menschen ja auch schon versehen, insofern ist die völlige Gleichmacherei nichtmehr fern. Man muss sich auch fragen, welches Bild von Emanzipation man hat, wenn man denkt, daß man durch Wegleugnen aller Unterschiede einen Schritt in die richtige Richtung gehen kann.
Harm Wulf


Nachrichten



"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal