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03. September 2008

Medikamentenkauf im Internet kann gefährlich werden

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Immer mehr Menschen bestellen ihre Medikamente im Internet, weil es günstiger ist.

Vieles ist im Internet wesentlich günstiger, aber keinesfalls gesünder: Verschreibungspflichtige Medikamente fragwürdiger Herkunft wachsen zu einer Bedrohung sowohl des Nutzers als auch der Pharmaindustrie heran. Dies ermittelte das auf Markenschutz im Internet spezialisierte Unternehmen MarkMonitor in einer mehrjährigen Studie. Je häufiger das Internet zum Medikamentenkauf genutzt werde, desto größer sei die Verantwortung der Pharmaunternehmen für die Gesundheit der Verbraucher, betont Irfan Salim von MarkMonitor. Günstige Preise sind hier das entscheidende Lockmittel: Bei Preisvergleichen konnten illegal operierende Apotheken ihre legalen Konkurrenten um bis zu 85 Prozent unterbieten. Quelle

Der Artikel spricht auffällig beide Leidtragenden an, erst den Konsumenten und dann auch noch die Pharmaindustrie und beide entsprechen sich geradezu typisch. Der Konsument mit seiner "Geiz ist geil"-Mentalität kauft bei den fadenscheinigsten Versänden allerlei obskure Medikamente, die dann schnell entweder keine Wirkung haben oder sogar schädlich sind. Andererseits zeigt die Pharmaindustrie wieder, wie sehr sie doch alles zentralisiert haben möchte und Personen, die gleichwertige Medikamente vielleicht günstiger anbieten können werden mit einer kleinen Geldspritze an die wichtigsten Zeitungen (BILD etc.) dazu bewegt, möglichst ihren Versand zu schließen, weil der Ruf ruiniert ist. Alle Mittel der Pharmaindustrie sind gut und alle aus dem Netz sind schlecht. Weder der Konsument, noch die Industrie rühmt sich hier nennenswert.
Harm Wulf


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