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01. September 2008

Die Kunst der Meditation

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Meditation findet sich in den verschiedensten antiken Kulturen wieder und spielte immer eine große Rolle im Alltag der Menschen und das zu den verschiedensten Zwecken.

Lange Zeit fristete die Meditation im Westen ein Nischendasein in esoterischen Zirkeln. Doch heute praktiziert eine wachsende Zahl an Menschen die innere Sammlung. Ihnen steht weniger der Sinn nach transzendenter Sinnsuche, viele wollen vor allem im Meer der Alltagshektik an einer Boje der Ruhe Anker werfen. Zunehmend versuchen auch Naturwissenschaftler, die innere Versenkung zu erfassen. Sie schieben Zen-Mönche in die Röhren der Computertomografen, und Kognitionsforscher erfragen, was in den Köpfen vorgeht, die es schaffen, den rappelnden Geist zur Ruhe zu bringen. Meditation ist die Bezeichnung für eine ganze Familie von Trainingsmethoden, die dem Gewahrwerden innerer Zustände dienen. Das Wort Entspannungstechnik trifft es nicht immer, denn auch volle Konzentration, etwa auf den Atem, kann Meditation sein. Häufig trifft man in diesem Zusammenhang auf den Begriff Achtsamkeit (mindfulness). Er meint das gleichmütige Wahrnehmen aller inneren und äußeren Phänomene, wie Gedanken, Schmerzen, Erinnerungen oder Geräusche, ohne diese Reize positiv oder negativ zu bewerten. Das Ziel von Meditation ist nicht grundsätzlich die Erleuchtung, sondern kann, viel bescheidener, eine emotionale Balance und ein wacher Geist sein. Doch trotz der langen Geschichte der Meditation ist wenig über die neurophysiologischen Prozesse bekannt, die dabei ablaufen. Auch über die Langzeiteffekte wissen Forscher wenig. Das Fehlen aussagekräftiger Untersuchungen hat seinen Grund vor allem in der Schwierigkeit, die zutiefst subjektiven Erlebnisse objektiv zu erfassen und vergleichbar zu machen. Die Suche nach "handfesten" Parametern schien aussichtslos. Was genau ist beispielsweise ein definierter Zustand der Meditation? Und wie soll man die Intensität der Meditation messen? Quelle

Schaut ihn euch an. Schaut euch den modernen Westen an. Ihm fällt nichts anderes ein, als die Zen-Mönche in einen Computertomografen zu fahren und an einem Objektivitätsfimmel zu hängen, womit letztlich die Kunst der Meditation durch Akten, Maschinen, Tabellen, Fragebögen und Fremdwörtern erschlagen werden soll. Man kann aber beruhigt sein. Alle Waffen der Wissenschaft sind nutzlos gegen die Metaphysik, denn vermögen sie erst garnicht diese zu ergreifen.
Harm Wulf


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