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01. September 2008

Wenn wir schon Gott spielen um das Leben zu verlängern, warum nicht auch um es zu verkürzen?

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Ein erfrischend kritischer Beitrag in "The Herald" über das Alter und den Tod.

The recent suspension of a Glasgow doctor for prescribing a deadly drug and the cost of care for the elderly are two closely related subjects. Doctors now prolong life without any clear guidance on the consequences. The unnecessary, and in some cases unwanted, prolongation of life is part of the problem of healthcare for the aged. This is a new problem. The old lady in the chimney corner has no place in a modern household. Houses are too small to hold three generations. Emancipated women will no longer become geriatric nurses to the grandparents of their children and their husbands won't do it. The aged must go into care. Mehr...

In Stammesgemeinschaften waren die Alten sehr wichtig und wurden wegen ihrer Weisheit und Lebenserfahrung geschätzt. Sie konnten sich um die Kinder kümmern und noch bis ins hohe Alter bei kleineren Arbeiten gut anpacken. Die moderne Wirtschaft braucht keine Weisheit, sondern Menschenmaterial und zu Hause werden die Alten auch nichtmehr gebraucht und eher als lästig empfunden, weshalb man sie in ein Altersheim schickt. Aber sogar das schönste Altersheim bietet nicht das, was der Schoß der Familie bietet und die Realität spricht sich darüberhinaus auch stark gegen einen möglichen Zusammenhang der Worte "schön" und "Altersheim" aus. In diesem Elend werden sie Menschen noch am Leben gehalten, obwohl man ihnen einen ehrenvollen Tod gönnen sollte.
Harm Wulf


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"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal