Sperrung von Internetseiten geplant
Es wird jetzt aktiv darüber nachgedacht Gesetze für Access-Blocking, also dem Sperren von Internetseiten, auszuarbeiten.Das klingt erstmal natürlich wie eine gute Sache, aber ähnlich wie Online-Durchsuchungen bei Terrorismusverdacht wird sich diese Maßnahme garantiert nur anfangs auf Kinderpornographie beschränken. Es ist zumindest festzuhalten, daß die Sperrung ungeliebter Internetseiten mit diesem Gesetz schonmal ein Fundament bekommen würde.Bundeskriminalamt: Gesetzgeber soll sich über Access-Blocking Gedanken machen, da eine Selbstverpflichtung der deutsche Internet Provider nicht zustande komme. Internetwirtschaft verweist auf ihre Aktivitäten gegen Internet-Kriminalität und sieht im Access-Blocking keine wirksame Maßnahme (29.08.08) - In ihrem Bundeslagebild "Organisierte Kriminalität 2007" ging das Bundeskriminalamt (BKA) auch auf das Thema "Sperrung von Internet-Webseiten" (Access-Blocking) ein. Das BKA wies darauf hin, dass ein Großteil der Kinderpornografie im World-Wide-Web mittlerweile über kommerzielle Webseiten verbreitet werde und sagte: "Die Verantwortlichen nehmen monatlich Millionenbeträge ein. Die technische Sperrung solcher Seiten (Access-Blocking) leistet einen wichtigen Beitrag, um die Verbreitung und Besitzverschaffung von Kinderpornografie zu erschweren." Quelle
Harm Wulf

