06. August 2008
Wider die Natur - mit Konsequenzen
Wider die Natur - Mit Konsequenzen 1
Die westliche Welt ist eine Welt der Verschwendung, der Krankheit und des Menschenmaterials geworden. Es gibt keine Axiome und der Großteil der Menschheit kapituliert vor der Komplexität von Politik und Finanz. Arbeiten, Schlafen, Essen, Arbeiten, Schlafen, Essen – wie ein Uhrwerk, aber trotzdem nicht zufrieden. Man will nur seine Ruhe haben. Bitte, nicht schonwieder eine Rechnung, eine Lüge von Politikern, ein Krankheitsfall in der Familie oder Kriminalität vor der eigenen Haustür. Von den Medien wird ein Bild einer Welt voller Gewalt vermittelt, in der jeden Tag Kinder ermordet, Menschenmassen ermordet, die Umwelt verschmutzt, neue Krankheiten entdeckt und Tierarten ausgerottet werden. Wir sehen diese Schlagzeilen seit Jahren und es hat doch mittlerweile schon Normalität erreicht, aber das ist es nicht. Es ist keine Normalität und so viele Ängste, wie der moderne Mensch hat, hatte kein Volk, welches nicht bereits vom Geist der Moderne und der Evolution eingenommen war.
Wir haben die Natur überwunden und in die Knie gezwungen, indem wir sie zubetonierten, nach menschlichen Maßstaben veränderten oder uminterpretierten – zumindest augenscheinlich, denn wir sind auch ein Produkt der Natur und diese „rächt“ sich mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen. Dabei geht sie nicht logisch vor, wie es ein Mensch tun würde, sondern trifft praktisch jeden einzelnen und besonders die, die die größte Schuld an dem allen haben – die glücklichen Sklaven oder die „Menschen in der Zeit“, nach Savitri Devi. Wir könnten wie in einem Paradies leben, aber der Mensch ist auf die Personen reingefallen, die ihm das Material und den Mammon schmackhaft gemacht haben.
Wir sehen heute in jedem Laden an einer bestimmten Theke für wenig Geld Tonnen von Fleisch liegen, welches ohne Jagd oder andere große Umstände zu bekommen ist und somit jeden Tag mehrmals auf unseren Tellern landen kann. Das hat mit der Natur nichts zu tun, denn wurde bis vor 50 Jahren in diesen Regionen nie so viel Fleisch gegessen wie heute. Den Menschen schmeckt es und es ist günstig, wo liegt also das Problem? Es ist so leicht, das Geld an der Kasse zu bezahlen, aber offenbar ein Problem, alles damit verbundene zu erfassen. Die Traditionalisten sind keine Menschen von Zahlen oder Statistiken, aber hier kann es helfen die Probleme aufzudecken, denn schon das Factum, daß eine Verringerung des Fleischverzehrs um 50% das Herzinfarktrisiko um 45% senkt ist wohl eindeutig. Wir haben in der westlichen Welt also eine Gesellschaft, die viel mehr eines Nahrungsmittels isst, als die Natur dem Körper zu vertragen erlaubt hat. Andererseits gibt es wohl kaum eine Studie, die den Verzehr von frischem Obst und Gemüse zur möglichen Gefahr erklärt hat, oder? Das Obst und Gemüse, welches wir heute im Supermarkt kaufen ist auch nichtmehr gesund. Alles in allem finden sich in unserer Nahrung Thyreostatika, Wachstumshormone, Antibiotika, Kokzidiostatika, Glucocorticiode und sogar Psychopharmaka, welche wir jeden Tag aufnehmen, weil wir jeden Tag essen. Es summiert sich und die Nebenwirkungen sind etliche und reichen von der Entstehung von Allergien, Magen-Darm-Beschwerden, jede Form von Krebs, Resistenzen gegen andere Medikamente, ständiger Müdigkeit, Depressionen, Kreislauf-Problemen, Herzversagen, Gewichtszunahme, Knochenschwund, Diabetes, Magengeschwüren bis hin zu noch viel schlimmeren Nebenwirkungen, wie Veränderung des Erbgutes und Blutes und Beeinträchtigung der Kinder. Wundert sich noch jemand über ein krankes und lethargisches Volk? Der Mensch wusste es wieder besser und hat die Natur, genauer gesagt, Erntezeiten, Schädlingsbekämpfung und „Sauberkeit“ optimiert und alles erreicht, was er wollte. Hoher Ertrag für wenig Kosten. Das hat er bekommen, obwohl es gegen die Natur läuft und bei jeder „menschlichen Verbesserung“ wird man auf schwere Nebenwirkungen treffen und damit nähern wir uns den Gründen für alles, was uns heute plagt. Die Massenzucht würde ohne unzählige Medikamente auch garnicht funktionieren, denn die Tiere würden ihre Strapazen, die für unseren Konsum nötig sind, schlichtweg nicht überleben. Ohne Psychopharmaka tritt Kannibalismus auf uns Schweine fangen an sich gegenseitig die Schwänze abzukauen oder verspeißen ihre eigenen Kinder nach der Geburt. In sieben Wochen sollen Hühner in der Zucht ausgewachsen sein, aber die Knochen machen das einfach nicht mit, weshalb ihnen Schmerzmittel gegeben werden, um die Situation wieder zu bessern. Wir essen eben nicht nur Fleisch oder Gemüse. Wir essen Fleisch, Wachstumshormone, Schmerzmittel, Psychopharmaka, Tierquälerei, Gentechnik, Regenwaldabholzung für den Sojabedarf der Tiere und vieles mehr. Wir essen aber auch kein Obst oder Gemüse, sondern Gemüse, Obst, Pestizide, unmenschliche Behandlung von Pflückern, Monokultur, Regenwaldabholzung und Armut. Eine der natürlichsten Dinge des Menschen, die Nahrungsaufnahme, wurde zu einem Akt mit unzähligen Konsequenzen gemacht.
Hesiod schreibt dagegen in seinem Buch „Werke und Tage“ über das goldene Zeitalter „Frucht gab ihnen das nahrungsspendende Saatland Gern von selbst und in Hülle und Fülle“. Die Natur gibt uns doch alles, aber der Mensch muss an ihr herumbasteln und verändert sie so zum negativen, mit der Konsequenz, daß wir im hohen Alter (wenn man Glück hat) nurnoch vor uns dahinsiechen. Im Gegenteil dazu schreibt Hesiod „Wie vom Schlummer bezwungen verschieden sie“, was auf einen Tod anspielt, der nicht von Krankheit geplagt erreicht, sondern in Ruhe begangen wird.
Wenn doch nur die Nahrung das einzige Problem wäre, aber das ist es nicht. Ein Puzzleteil, welches das Gesamtbild einer verwirrten Welt aufzeichnet, die auf sehr tönernen Füßen steht.
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