18. Juli 2008
Standpunkt zu Drogen
Standpunkt zu Drogen
Fast in jedem Land weltweit treffen wir auf einen Konflikt zwischen Liberalität und staatlichem Eingriff: Was kann da "die" Wahrheit sein, was das Thema Drogen und ihre Legalisierung angeht?
Die Entscheidung darüber sollte weitesgehend dezentralisiert werden - ein dem Krisenherd fernes Gremium hat wenig praktischen Bezug zu den hiesigen Vorgängen. Das wird besonders deutlich, wenn in Brüssel Maßnahmen für die gesamte EU beschlossen werden. Der Gedanke dahinter ist Globalisierung, die Gleichschaltung von politischen und kulturellen Instanzen.Was also soll jetzt ein "Staat" erlauben, was nicht? Zur Beantwortung der Frage müssen wir ein paar grundlegende Dinge apriorisch klarstellen.
- Ein Staat hat einem rechtschaffenden Individuum keine Vorschriften zu machen.
- Eine Gemeinschaft, resp. der Staat kann dennoch Individuen, die grundlegendenen Konzepten und Ideen entgegenstehen, von der Gemeinschaft ausschließen bzw. den Zugang zu ihr verwehren.
- Eine Gemeinschaft kann nicht fortbestehen, wenn luxuriöse Bedürfnise des Einzelnen (Unterhaltung, Materieller Überfluss, Fehlen von Herausforderung) wichtiger sind als etwas Größeres wie Naturschutz, Kunst, Identität.
- Ergo, jede Germeinschaft/jeder Staat/jeder Stamm soll und muss die Handhabung mit "Drogen" individuell und organisch regeln oder mit der Zeit Gewohnheiten und Verhaltensweisen natürlich wachsen lassen oder traditionell handhaben. Erst so ensteht Kultur. Erfahrungen und natürliche Auslese regeln den Rest.
Das würde auch unabhängig der Drogenthematik auch andere soziokulturelle Probleme lösen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, hässliche Großstädte gesellschaftlich nicht akzeptierten bzw. antisozialen Minderheiten zu überlassen, so würden sich wiederum Siedlungen für Junkies, Perverse, usw. realisieren lassen, während wahre Kultur in ländlichen Distrikten realisiert wird.
Historisch kam es in gesunden, organischen Kulturen immer wieder zu Drogenkonsum. Bei Naturvölkern ist es prinzipiell keine Ungewöhnlichkeit, psychedelische Drogen zu konsumieren. Naturvölker gehören körperlich als auch geistig zu den gesündesten Menschen der Welt, damit bilden sie eine klare Minderheit. In modernen Westen sind psychoaktive Drogen und deren Verwandte vermehrt in gescheiterten, willensschwachen und selbstzerstörerischen Milieus Gang und Gäbe, gleich ob sie aus der Ober- oder Unterschicht entstammen. Zu diesem Missverhältnis kann es folglich nur aufgrund von Anschauungen des "Wie" und "Warum" des Konsums kommen.
Naturvölker benutzen sie aus rituellen und spirituellen Zwecken; sei es, um in Kontakt mit der Geister- und Ahnenwelt zu treten oder sich von den kybernetischen Verbindungen der Welt inspirieren zu lassen. Damit ist es ein transzendentales Mittel; der Musik, Philosophie und natürlich der Meditation nicht unähnlich.
Die Konsumenten benutzen in einem respektablen Verhältnis, sie selber werden nie von ihnen benutzt, sie bleiben Selbstzweck.
Anders als der durchschnittliche westliche Konsument. Für ihn sind Drogen in erster Linie "Spaß" oder "Beruhigend" oder etwas ähnlich gehirnverbranntes, auf das "Wie" und "Warum" kommt es nicht an. Durch dieses mastubatorische Verhalten degradieren sich Konsumenten zu unmündigen Objekten. Es ist wie Fernsehgucken; oder Analverkehr: Bücken und Empfangen. Bücken und Empfangen... Mehr brauch man nicht tun. Der Mensch gibt seine eigene Persönlichkeit auf, da er sich selbst zum Mittel seiner Triebe macht. Ein Hoffnungsfunke bildet die Tatsache, das betroffene Individuen oft auf der Strecke des Lebens bleiben und als Parasiten enden. Um sie soll es nicht schade sein, gesunde Gesellschaften wissen damit umzugehen. Dennoch sollte man darüber nachdenken, wieviele Menschen mit Potential erst aufgrund dieser ungesunden Gesellschaft es zu dieser Endstufe seelischer und körperlicher Degeneration gekommen sind. Wollen wir das Problem jedoch konstruktiv angehen, dürfen wir kein Mitleid mit ihnen haben.
Egal ob beim Indianern, Germanen oder den alten Griechen, "Psychedelika" (es sei bewusst nicht von Drogen in Allgemeinen gesprochen) hatten ihren produktiven Platz in der Gesellschaft und können es auch weiterhin haben, wenn sie nicht losgelöst von Spiritualität betrachtet werden. Mindestens genauso lächerlich wie die hiesige Konsumentenmentalität ist die penetrante "Keine Macht den Drogen"-Bewegung der krampfhaft politisch Korrekten, der "Hipster" und anderen pseudoelitären Strömungen.
Jeder vernünftige Mensch sollte wissen, was er ganz pragmatisch zu meiden hat und dafür brauch er noch nichtmal eine ausschweifende Begründung. Synthetische Drogen und hochgezüchtete Laborwaren sind zu meiden, sie symbolisieren seelischen Verfall, wie ich ihn oben beschrieben habe. Natürliche Psychedelika können eine großartige, durchaus traditionsreiche spirituelle Erfahrung sein, wenn der Mensch vernünftig und rechtschaffend ist und sich selbst als organischen Teil der Natur betrachtet.
Wigr
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