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05. März 2008

Eine kleine Abhandlung über die Ernährung

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Eine kleine Abhandlung über die Ernährung

Mittlerweile sollte es jeder schon mal irgendwie mitgekriegt haben, ob im Fernsehen, Rundfunk oder in unzähligen Artikeln in ebenso unzähligen Zeitungen und Magazinen: jeder 2. Deutsche ist zu dick.
Das man das genauso auf ganz Europa und besonders auf die Staaten ausweiten könnte, ist selbsterklärend. Musste man seit jeher noch hart für seine Nahrungsbeschaffung arbeiten und Geduld beweisen, brachte die Technologie und Wissenschaft zwar mehr Zeit, aber entwertete gleichzeitig das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis massiv. Heute und noch vor weniger als 50 Jahre war und ist es auch noch vertretbar, wenn es bei einem Landwirt abends eine deftige Bauernmahlzeit gibt. Denn wer schwer arbeitete, brauchte auch automatisch mehr Energie. Was Leistet ein Schüler hingegen denn noch, der keinerlei anstrengende körperliche Arbeit verrichtet, dass er sich mittags mit Hamburger und zwischendurch mit Süßigkeiten zudeckt?
Schließlich ist jeder Supermarkt ein Schlaraffenland zum Austoben geworden und bei der unendlichen Flut an Produkten und Produktklonen braucht man natürlich nicht mehr nachzudenken was denn gerade in den Einkaufskorb gepackt wurde.
Kurzum: Unser Bewusstsein von Ernährung, welches mit dem Verständnis über unseren Energiehaushalt einhergeht, erlitt einen Kollateralschaden, der heute sichtbare und weitreichende Folgen hat. Genauso wie die Menschen, ihre zugehörigen Kulturen und Gewohnheiten, verliert sich das Nahrungsmittelangebot in der heutigen Zeit in schierer Unübersichtlichkeit.

Um das Verständnis einfach zu verdeutlichen, bedient man sich dem Vorbild der Natur:
Ob es der extreme Druck unter der Erdoberfläche ist, der letztendlich die Vulkane ausbrechen lässt oder der Anstieg der Luftfeuchtigkeit, der Wolken zum Regnen bzw. am Boden Nebel hervorbringt - all das unterliegt der Wechselwirkung der physikalischen Gesetze, die das Fass überlaufen lassen und sprichwörtlich den Bauch zum Platzen.
Noch besser lässt es sich beim Menschen mit dem Prinzip einer Heizungsanlage vergleichen.
Man müsste sich dazu vorstellen der Heizkessel, als Herz, würde permanent Laufen, damit wir einen ähnlichen Energieverbrauch erreichen können.
Ohne groß zwischen den verschiedenen physikalischen Einheiten her zu rechnen, belassen wir es bei der zwar veralteten, aber noch oft gebräuchlichen Einheit Kalorien.

Wir benötigen pro Tag immer einen gewissen Einsatz an Energie, der zum Erhalt der Körperfunktionen nötig ist, ohne das wir einer Tätigkeit nachgehen. Dieser beläuft sich auf rund 1000 Kalorien pro Stunde, je 1 Kilogramm Körpergewicht. Das würde also bei einen 70 Kg schweren Mann auf den Tag verteilt fast 1.700.000 Kalorien aus machen, die er zum Leben gebrauchen kann, ohne überschüssige Energie aufzunehmen. Ansonsten würde es der Körper zwangsläufig als Reserve und Fettpolster an Bauch, Beine usw. ablagern.
Damit wäre dann der so genannte Grundumsatz festgemacht. Wird dieser in etwa eingehalten, hält der Mensch sein Gewicht. Drunter oder darüber ergibt logische Konsequenzen.

Wenn man sich nun mal mit dem Prinzip einer Heizungsanlage auseinandersetzt, ist es ein Leichtes das Verhältnis zwischen Energiezugabe und erbrachter Leistung zu erkennen. Versinnbildlicht fülle ich einen Ofen auch nicht bis oben hin voll mit Holz, theoretisch auch nicht drüber hinaus. Denn durch die erhöhte Energiezugabe würde mehr Wärme produziert werden, die ich wiederum abgeben müsste, bevor mein Kessel irgendwann durchbrennt; vergleichsweise der Mensch Krank wird. Sinnvoll wäre das nur im Winter, wenn die Räume stärker erwärmt werden müssen, um eine angenehme Temperatur zu erhalten. Auch der Körper bedarf bei Kälte theoretisch mehr Energie, um den Körper auf Temperatur zu halten. Das soll natürlich nicht heißen dass man sich dann vollstopfen darf, aber sollte Hinweis darauf geben, dass sich der benötigte Grundumsatz erhöht, bzw. etwas mehr Energie zugeführt werden darf, um diesen auszugleichen.

Ob jetzt eine gesündere Ernährung zwingend erforderlich ist, spielt hier keine weitere Rolle. Aber letztendlich muss jeder selbst wissen mit was er seinen Energiehaushalt deckt. Wer sich weiterhin etwas bewusster damit befasst, wird schnell feststellen, dass der menschliche Körper sehr schnell diesen Grundumsatz erreicht hat, wenn man obendrein keine körperliche Leistung bringt, sich einseitig oder aus medizinischer Sicht "falsch" ernährt. Beispielweise gibt dir eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips, die von der Menge nun wirklich nicht berauschend sind, schlagartig fast 1/3 der täglich nutzbaren Kalorien aus dem oben genannten Beispiel. Man muss bedenken, dass der Mensch isst um seine Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten und nicht aus Lust und Laune, wie es die moderne hedonistische Gesellschaft tut. Essen ist also im Prinzip kein Spaß, so gerne man auch essen mag. Es ist ein natürliches Bedürfnis und dabei sollte man auch weitestgehend bleiben. Dieser Genusssucht gilt es besonders Einhalt zu gebieten.

Problematisch wird die präventive Maßnahme für Kinder. Denn wenn die Eltern schon keine oder wenig Ahnung von bewusster Ernährung haben, gar eine völlig verzerrte Einstellung ihr Eigen nennen, landen auch weiterhin täglich ordentlich fettige Pommes und Currywurst für die Kleinen auf dem Teller.
Ich plädiere nicht für Diätberatung, sondern zeige nur das Grundprinzip von benötigter Menge an Energie auf, um damit bewusster und effizienter zu leben. Es versteht sich ebenso von selbst, das man mit Obst und Gemüse sehr effektiv fährt, nicht nur vom Kaloriengehalt, sondern vor allem als Beilagen zur schnelleren Sättigung - anstatt noch eine Bratwurst zu vereinnahmen, die gleich mehr als das 40-fache an Energie spendet wie eine Tomate und auch nicht länger satt macht.

Es ist also recht verblüffend wie wenig unser Körper eigentlich an Energie benötigt, damit er funktionsfähig ist. Kennt man es doch meist von früher ganz anders, wo noch das gegessen wurde was auf den Tisch kam oder die süßen Leckereien als Belohnung - vor allem Massenhaft zu Weihnachten und Ostern. Diese Tugenden sollten schon lange vorbei sein, in Zeiten, in denen alleinstehende Mütter keine Zeit für mehrstündige Kochrituale haben, Lebensmittel und generelle Qualitäten immer teurer werden und man dank zweifelhaftem Kündigungsschutz nicht mehr sicher sein kann, ob man morgen überhaupt noch was zu beißen hat.
Das einzige was jetzt noch fehlt, ist eine gute Selbstbeherrschung und Disziplin, wo wir beim Nächsten nützlichen Artikel wären...

rm

drei Kommentare

Au weia, soviel Unwissen-, nein! Falschheit in einem Text. Das ist eine starke Leistung.
Pollmer (allerdings recht polemisch) und Gunter Frank leisten ja zur Zeit recht gute Aufklärungsarbeit – man kann nur hoffen, daß in Zeiten der Wissenschaftsgläubigkeit („Die Statistiken belegen …“, „Hirnforscher zeigten … freier Wille … Illusion“) Wissenschaftstheorie an Schulen und anderen Zwangseinrichtungen gelehrt wird, sowie ein kritischerer Umgang mit all diesen Statistiken gepflegt wird – Krämer zeigte, wie’s läuft.
Zum Schluß noch ein Verweis auf die Seite eines klugen Menschen: http://kersti.de/VB023.HTM

Gruß und viel Glück beim Erweitern des Horizonts

s. Ich wünsche mir mehr antifeministische, frauenfeindliche Texte auf dieser Seite;
kann ja wohl nicht sein, daß man hier die Liebe und Frauen hochhält wie es der lächerliche,
unreife und einfach dumme Szientist/Naturalist auf burnttongue tut – er sollte sich von seiner Ideologie befreien – Tip: http://www.youtube.com/watch?v=xbWFjv31c..
Fatkins - 26 10 08 - 06:33

Die Grundaussage: Zuviel leere Kalorien, ein oberflächliches Verhältnis zu Ernährung und Tätigkeit – daran ist nichts auszusetzen. Eine fehlende Wissenschaftlichkeit lässt den Schluss auf “Populärwissenschaft” mit all ihren Unwissens-Halbwahrheiten nicht zu, die Tendenz des berühmten “a priori” gepaart mit einem Hauch traditioneller, erfahrungsgemäßer Tendenzen, Archetypen, ist das, was hier den Ausschlag macht…

Ich, für meinen Teil, wünsche mir eher Individuen, die sich nicht selbst darzustellen brauchen durch ihr Geschreibe. Auch wenn es den eigenen Zynismus und die Bitterkeit kurzfristig zu übertünchen vermag, zeugt das Festbeißen an Vorurteilen, Details und das wohlbekannte “Befriedigt MEINE Bedürfnisse” von einem schlechten Geschmack – ganz unabhängig von der Ernährung.

Von dem totalen Blackout, Antifeminismus und Frauenfeindlichkeit in einem Satz zu erwähnen und mitsamt einer negativen Beurteilung von Liebe in “Einklang” zu bringen ganz zu schweigen.

Mein Vorschlag: Erst die metaphysischen Hausaufgaben machen und beweisen, dass man etwas zu sagen hat, bevor man es sagt. Alles andere ist schlechter Stil.
Wigr - 26 10 08 - 07:20

"- Die Menschen werden übergewichtig, weil sie zu viel Fett essen und sich zu wenig bewegen. Dies ist falsch, gilt aber als richtig. " http://www.amazon.de/review/R3A28RMZP29B..

Siehe auch Peter Merschs Buch "Migräne. Heilung ist möglich".
Biologe - 26 10 08 - 08:26


  
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